
Manche sagen, die Verwaltung ihrer angefangenen Handarbeitsprojekte ist ein eigenes Hobby. Mittlerweile hat sich sogar ein eigener Markt für Projekttaschen mit speziellen Fächern für Nadeln und Anleitungen, digitale Handarbeitsprojektplaner und sogar Projektverwaltungscoachings darum herum gebildet.
Vielleicht hast Du schon den ein oder anderen Artikel zu diesem Thema gelesen (z.B. meinen WIP-Weg-Artikel) Hast Du aber schon mal von einem Projekt-Tablett (ja, Tablett mit 2 t am Ende) gehört?
Das Projekt-Tablett ist eine ganz einfache Idee, die im Alltag einen großen Unterschied machen kann.
Was ist ein Projekt-Tablett?
Ein Projekt Tablett ist nichts anderes, als ein Serviertablett, auf dem man die Utensilien für sein aktuelles Handarbeitsprojekt ablegt. Dazu gehören Nadeln, Schere, eventuell ein Stift und Papier, die Anleitung, das Garn und natürlich die Handarbeit selbst. Bei Nähprojekten legt man sich z.B. direkt die Knöpfe, das Garn und das Gummiband zurecht.
Man kann natürlich mehrere solcher Tabletts haben, aber ich habe ganz bewusst nur ein einziges und das ist reserviert für das Projekt, an dem ich aktuell arbeite. Projekte, die gerade nicht so aktuell sind, oder die Naturgemäß Monate brauchen, bis sie fertig sind, habe ich lieber in Taschen oder Kartons. Das Projekt-Tablett „serviert“ mir mein ToDo ganz komfortabel und ist dabei auch noch dekorativ.
Vielleicht hast Du sogar noch ein unbenutztes Tablett im Keller. Meins hatte jemand zum Verschenken an die Straße gestellt.
Vorteile eines Projekt-Tabletts
- Die Utensilien liegen alle griffbereit beisammen. Man kann jederzeit mit der angefangenen Handarbeit weiter machen.
- Das Tabelett ist dekorativ
- Die Handarbeit ruht nicht unsichtbar in einer Tasche, sondern ist im Sichtfeld und wird so nicht so schnell vergessen.
- Man kann die Handarbeit schnell vom Sofatisch auf die Terrasse. Oder vom Schreibtisch in die Küche mitnehmen.
- Mir rollen keine Nadeln in Sofaritzen oder zwischen die Terassendielen
Nachteile des Projekt – Tabletts
Das Material liegt offen herum. Das heißt
- es ist nicht sicher vor Kindern oder Haustieren
- es ist Licht ausgesetzt und könnte aus bleichen
- es staubt mit der Zeit ein
Um hier ein wenig Abhilfe zu schaffen, kann man das Tablett mit einem Tuch abdecken oder es in eine Tasche oder Tüte stecken. Dadurch verliert man allerdings auch einige der Vorteile.
Mein Tablett ist relativ klein. Für größere Projekte benutze ich gerne auch einen Korb, den ich während längeren Pausen mit einem Tuch abdecke. Während der Korb die Gemütlichkeit eines klassischen Strickkorbs ausstrahlt, hat das Tablett eher eine maritime Ferienhausästhetik. Beides motiviert mich und macht mir Freude.
Selbstverständlich ist das Tablett nicht immer so aufgeräumt, wie auf dem Titelbild. Aber auch wenn auf dem Tablett mal Chaos herrscht, bringt es trotzdem Ordnung in mein Leben. Die Entscheidung für das Projekt und die Materialauswahl ist bereits getroffen. Sobald ich etwas Zeit habe, kann ich direkt losknoten. Heute sieht mein Tablett z.B. so aus:

Benutzt Du auch ein Projekt-Tablett, oder hast Du ein anderes System? Schreib mir gerne einen Kommentar.