Der Weg des Schiffchens – Fingerhaltung und Fadenführung der Arbeitshand

In meinem Occhi Grundkurs ( Occhi Grundlagen 1 – Springende Knoten und Dein erster Ring ) geht es primär um die Bildung der Knoten. Springende Drüber- und Drunter-Knoten sind für Anfänger schon eine ganze Menge. Wichtig ist zunächst vor allem die Spannung des Fadens in der Haltehand. Wie Du dabei den Schiffchenfaden „druchfummelst“, ist anfangs egal. Hier verrate ich Dir nun, wie Du ein Schiffchen am besten hältst und worauf es noch ankommt.

Es gibt sicher viele Arten das Schiffchen zu führen und jede hat ihre Vor- und Nachteile. Ich erkläre hier eine verbreitete Methode* am Beispiel eines Rings:

Das Schiffchen wendet oder dreht sich nie, sondern gleitet wie beim Weben auf einer geraden Linie hin und her. Dabei hält es, wann immer möglich Kontakt zum Ringfaden und zwar mit der flachen Seite (nicht mit der offenen Seite).

Beim Drunterknoten wird es nicht nur unter dem Ringfaden durch geschoben, sondern vorher auch unter dem Schiffchenfaden. Das gelingt mir am besten, wenn ich das Schiffchen mit Daumen und Zeigefinger der Arbeitshand an der äußeren Hälfte fasse und der Faden aus dem Schiffchen nach hinten weg geht.

EIne Hand hält ein Occhi-Schiffchen mit Dauem und Zeigefinger.

Mittel- und Ringfinger der Arbeitshand greifen über den Schiffchenfaden und spannen ihn nach hinten oben zu einer Schlaufe auf.

Eine Hand spannt einen Faden zum Ring, die andere führt ein Occhi-Schiffchen hindurch um einen Knoten zu bilden.

Das zurückkehrende Schiffchen geht über den Ringfaden aber unter dem Schiffchenfaden hindurch.

Beim Drüberknoten halte ich den Schiffchenfaden mit dem kleinen Finger der Arbeitshand zur Seite weg und führe das Schiffchen über Schiffchen- und Ringfaden. Man kann auch den Ringfinger verwenden. Auf dem Rückweg geht es unter dem Ring- und über dem Schiffchenfaden durch.

Eine Hand spannt einen Faden zum Ring. Die andere Hand führt ein Schiffchen darüber um einen Drüberknoten zu bilden.

Das war eigentlich schon alles. Manchmal macht ein kurzer Text den Unterschied.

*Unter anderem wird diese Methode im Buch „Klöppeln und Occhi“ von Jutta Lammèr aus dem Otto Maier Verlag Ravensburg von 1976 beschrieben.

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